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Die Läufigkeit
Hündinnen werden ca. 2 Mal im Jahr läufig. Native Rassen, wie z.B. der Sarloos, Basenji oder einigen nordische Rassen, nur einmal. Nur in dieser Zeit und auch nur an wenigen Tagen kann eine Befruchtung stattfinden. Die Geschlechtsreife kann im Alter von 6 - 24 Monaten auftreten. Es gibt starke Unterschiede zwischen den Rassen. Die Läufigkeit, auch "Hitze genannt", dauert ca. 3 - 4 Wochen.

Man teilt den Zyklus der Hündin in 4 Phasen ein. In jeder Phase herrschen spezielle Hormone vor. Eine läufige Hündin äußerlich zu erkennen ist nicht immer einfach.

1. Phase: (Proöstrus) Vorbereitungsstadium 9 Tage (6-17 Tage) Die Hündin uriniert öfter als normal, wirkt unkonzentriert und leckt oft an ihrem Genitale. Sie wird für andere Rüden interessant, ist aber selbst wenig begeistert von Rüden verhält sich sogar manchmal eher selbst wie ein Rüde und besteigt andere Hündinnen. In dieser Zeit schwillt das Genitale an und serös blutiges Sekret läuft ab tropft aus der Vulva. Achtung, Es gibt sehr "saubere" Hündinnen, die sich so rein halten, dass man sich auf dieses Merkmal nicht verlassen kann.

2. Phase: (Östrus) Eisprungphase 9 Tage (3-21 Tage) Gelblich-klares Sekret läuft ab, die Hündin hat Interesse am Rüden und zeigt den Duldungsreflex. Das heißt, wenn sie in der Lendenregion berührt wird, legt sie die Rute zur Seite und "duldet" den aufspringenden Rüden. Am 3 und 4 Tage dieser Phase kommt es meist zum Eisprung. Will man es genau wissen muss man tägliche Blutuntersuchungen machen. ACHTUNG JETZT KANN DIE HÜNDIN TRÄCHTIG WERDEN!

3.Phase: (Diöstrus) 45- 60 Tage. Der Duldungsreflex verschwindet, das Genitale schwillt wieder ab, das Interesse der Rüden verschwindet. Die restliche Zeit dieser Phase ist noch mit hormonellen Vorgängen, aber äußerlich nicht zu erkennen. In dieser Zeit kann es zur Scheinträchtigkeit kommen.

4. Phase:(Anöstrus) 90-150 Tage. Der Hündin ist nichts anzumerken, diese Phase ist die Zeit zwischen zwei Läufigkeiten.

Die Trächtigkeit
Trächtigkeitsdauer

Der Zeitraum zwischen Eisprung und Geburt beträgt 62 - 64 Tage und ist relativ konstant. Die großen Schwankungen der Trächtigkeitsdauer beruhen auf den unterschiedlichen Zeitspannen zwischen Deckakt und Ovulation. So haben Hündinnen, die vor dem Eisprung belegt werden, eine verlängerte Trächtigkeit von 66 - 68 Tagen. Ist die Hündin nach der Ovulation belegt, verkürzt sich die Trächtigkeitsphase auf 58 - 60 Tage.

Ablauf:
Deziduomstadium (11 - 18 Tag nach dem Deckakt)
Einnisten in der Gebärmutter. Nach dem Eisprung kommen die befruchteten Eizellen in der Gebärmutter (Uterus) an, verteilen sich gleichmäßig und dann erfolgt das Einnisten in der Gebärmutterschleimhaut und auch die Ausbildung des Mutterkuchens (Plazenta), der sich gürtelförmig um den wachsenden Embryo an der Gebärmutterschleimhaut befestigt und die Versorgung des Embryo übernimmt.

Ampullenstadium (18 - 35 Tag)
Die einzelnen Fruchtanlagen sind fühlbar. Aufgereiht wie eine Perlenkette sind die 1 - 2 cm großen Ampullen für den Tierarzt zu ertasten.

Schlauchstadium (35 - 50 Tag)
Die Einschnürungen der Gebärmutter gehen verloren, die Ampullen können nicht mehr getastet werden.

Fruchthaltestadium (bis Ende der Gravidität)
Die Trächtigkeit wird von außen sichtbar.

Trächtigkeitsnachweise
Das Abtasten des Abdomens zwischen dem 20. - 35. Tag lässt 1 - 2 cm große kugelige Wölbungen ertasten. Nach dem 35. Tag sind aufgrund der Vergrößerung der Gebärmutter keine Befunde zu erheben.

Ultraschalluntersuchung
Heute bietet die Ultraschalluntersuchung nach dem 21. Tag, am besten ab dem 28. Tag, eine gefahrlose Methode des Trächtigkeitsnachweises, die auch eine Vielzahl von Informationen über den Trächtigkeitsverlauf
(Anzahl, Entwicklungszustand, Vitalität) erkennen lässt.

Röntgenaufnahmen
Die für Röntgenaufnahmen notwendigen Knochenstrukturen der Feten sind erst ab dem 43. Tag sichtbar. Der röntgenologische Nachweis der Trächtigkeit sollte wegen den möglichen Schäden des Feten durch die Strahleneinwirkung erst nach dem 50. Tag durchgeführt werden.

Aufrechterhaltung der Trächtigkeit durch Hormone:
Ein durchgängig hoher Progesterongehalt ist zur Aufrechterhaltung während der gesamten Trächtigkeit zwingend nötig. Progesteron verstärkt die Gewebeanbildung in der Gebärmutter und fördert die Ernährung der Früchte. Es sorgt für einen Verschluss des Muttermundes und verhindert eine frühzeitige Gebärmutterkontraktion, dessen Folge ein Trächtigkeitsabbruch (Abort) wäre. Erst gegen Ende der Trächtigkeit sinkt der Progesteronspiegel. Durch den jetzt wieder steigenden Östrogeneinfluss werden die Geburtswege auf die nahende Geburt vorbereitet. Durch Östrogene werden die Milchdrüsen angebildet. Die Muskulatur der Geburtswege erschlafft unter diesem Hormon ebenso, wie das gesamte Gewebe aufgeweicht und somit geschmeidig wird.

Temperaturkontrolle
Während der Trächtigkeit beträgt die Körperinnentemperatur der Hündin ca. 38,5 - 39,0 Grad Celsius. Diese leichte Temperaturerhöhung wird auf die hohe Progesteronkonzentration zurückgeführt. Gegen Ende der Trächtigkeit (8 - 10 Tage vor der Geburt) sinkt, ebenso wie der Progesteronspiegel, auch die Temperatur auf zunächst 38,0 Grad ab. 4 - 36 Stunden vor der Geburt stürzt der Progesteronspiegel nochmals steil ab. So ist auch der Temperaturabfall 24 Stunden vor der Geburt um 1 Grad auf 36-37 Grad zu erklären. Die Temperatur steigt danach wieder an und kann während der Geburt bis zu 40 Grad erreichen. Durch zweimal tägliche Temperaturkontrolle und deren Protokollierung ab dem
50. Tag der Trächtigkeit kann dieser Abfall bei der überwiegenden Zahl der trächtigen Hündinnen festgestellt werden und so eine bevorstehende Geburt frühzeitig erkannt werden.

Quelle:
http://www.kynologe.de/deutsch/html/gesundheit_die_huendin.html

 

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